Im Euro Truck Simulator 2 greifen viele fast automatisch zur Autobahn. Schnell, übersichtlich, effizient – der kürzeste Weg zum Ziel eben. Nebenstraßen werden dagegen oft bewusst umfahren, obwohl sie einen riesigen Teil der Spielwelt ausmachen. Dabei liegt genau dort ein Fahrerlebnis, das sich deutlich vom gewohnten ETS2-Alltag unterscheidet.
Abseits der Autobahn ändert sich das Tempo spürbar.
Kurvige Strecken, enge Ortsdurchfahrten und ständig wechselnde Geschwindigkeitsbegrenzungen verlangen deutlich mehr Aufmerksamkeit. Die Fahrt läuft weniger „nebenbei“, fühlt sich weniger automatisiert an und fordert dich als Fahrer ganz anders.
Dazu kommt die Atmosphäre.
Gerade auf Nebenstraßen zeigt ETS2 viele Details, die man auf der Autobahn nie zu sehen bekommt: kleine Dörfer, Industriegebiete, schmale Landstraßen, abgelegene Häfen oder ländliche Regionen. Besonders mit Karten-DLCs oder großen Mods eröffnen sich hier Bereiche der Spielwelt, die sonst komplett untergehen – und genau das macht sie so spannend.
Nebenstraßen durchbrechen außerdem die Routine.
Autobahnen sind effizient, aber vorhersehbar. Abseits davon entstehen neue Situationen, langsamere Abläufe und ein deutlich stärkeres Gefühl, das Fahrzeug wirklich unter Kontrolle zu haben. Vor allem bei schweren oder überlangen Transporten steigt der Anspruch – und genau das macht jede Fahrt ein Stück einzigartiger.
Wer ETS2 also nicht nur als effiziente Liefer-Simulation sieht, sondern als Fahrerlebnis, sollte die Autobahn ruhig öfter mal verlassen.

