Mit Road Kings kündigt sich für 2026 ein LKW-Simulator an, der bewusst neue Wege gehen will. Laut Steam ist der Release noch für dieses Jahr geplant – und schon das Grundkonzept zeigt, dass hier nicht einfach der nächste klassische Truck-Sim entsteht. Statt endloser Autobahnen und reiner Routenarbeit rückt eine erzählerisch geprägte Karriere im Süden der USA in den Mittelpunkt.
Die Spielwelt orientiert sich am Grenzgebiet zwischen Florida und Georgia. Küstenebenen, Fernstraßen, Nebenrouten und urbane Knotenpunkte wie Jacksonville und Savannah bilden das Rückgrat der Karte. Statt reiner Durchfahrt sollen diese Orte aktiv Teil des Spielgeschehens sein und den Alltag auf der Straße glaubwürdig widerspiegeln.
Vom Nobody zum anerkannten Trucker
Im Kern übernimmt man zwar klassisch das Steuer eines rund 40 Tonnen schweren Sattelschleppers und erledigt Transportaufträge – doch Road Kings setzt genau hier an, um mehr daraus zu machen. Spieler starten nicht als etablierte Größe, sondern als Neuling, der sich seinen Ruf erst erarbeiten muss. Rivalen, Verbündete und äußere Einflüsse begleiten diesen Weg und sorgen dafür, dass jede Fahrt Konsequenzen hat.
Das Spiel legt großen Wert auf Fahrphysik und Technik. Gewicht, Bremsverhalten, Drehzahlen, Reifenabnutzung, Getriebe und Verschleiß sollen aktiv berücksichtigt werden. Hinzu kommen dynamische Wetterlagen und wechselnde Fahrbahnoberflächen, die das Fahrverhalten spürbar beeinflussen. Fehler bleiben nicht folgenlos – sie wirken sich auf Zeitpläne, Materialzustand und letztlich auch auf den eigenen Ruf aus.
Mehr als Transport: Verantwortung auf der Straße
Besonders spannend ist der erzählerische Rahmen von Road Kings. Während sich Industrie, Technologie und Umwelt verändern, breitet ein skrupelloses Unternehmen seinen Einfluss aus und löst eine weitreichende Krise aus. In dieser Situation ist der Spieler nicht nur Fahrer, sondern Teil der Lösung. Gemeinden müssen versorgt, lebenswichtige Güter transportiert und Routen unter schwierigen Bedingungen bewältigt werden.
Damit verbindet Road Kings wirtschaftlichen Fortschritt mit Verantwortung, ein Ansatz, der im Genre bislang eher selten ist. Entscheidungen auf der Straße haben Auswirkungen auf Menschen, Regionen und den eigenen Karriereweg.
Karriere, Management und Multiplayer
Langfristig entwickelt man sich vom einfachen Angestellten zum selbstfahrenden Unternehmer. Spieler entscheiden, ob sie für viele Auftraggeber arbeiten oder sich auf wenige Partner spezialisieren. Konkurrenzdruck, Ansehen bei Fahrern und Agenturen sowie strategische Entscheidungen bestimmen den weiteren Verlauf der Karriere.
Ergänzt wird das Ganze durch einen asynchronen Mehrspieler-Modus. Hier können Unternehmen gegründet oder bestehenden Firmen beigetreten werden, um sich in globalen Ranglisten zu messen. Der Fokus liegt dabei weniger auf direkter Action, sondern auf langfristigem Erfolg und Positionierung.
Realistische Spielwelt mit Konsequenzen
Auch die Regeln des Straßenverkehrs spielen eine zentrale Rolle. Verkehrsschilder müssen beachtet werden, der Spritverbrauch ist relevant und die Polizei schaut genau hin. Verstöße haben direkte Auswirkungen auf Geld, Zeit und Reputation. Road Kings will damit weniger Arcade und mehr glaubwürdige Simulation bieten – ohne sich dabei rein auf Realismus zu beschränken.
Fazit aus SimFM-1-Sicht
Road Kings wirkt wie eine spannende Mischung aus LKW-Simulation, Karriereaufbau und narrativem Road-Erlebnis. Der Fokus auf Technik, Story und Verantwortung hebt das Spiel klar von etablierten Genre-Vertretern wie ETS2 ab. Ob dieses ambitionierte Konzept am Ende aufgeht, wird sich zeigen – das Potenzial, frischen Wind ins Truck-Sim-Genre zu bringen, ist aber definitiv vorhanden.
Weitere Informationen und aktuelle Eindrücke findet ihr auf der offiziellen Steam-Seite des Spiels.

